Rhythmus vor Materie
Als ich jünger war,
glaubte ich,
Musik entstehe durch Töne.
Später dachte ich,
sie entstehe durch Gefühle.
Noch später
durch Präzision.
Irgendwann bemerkte ich etwas Seltsames:
Die entscheidenden Unterschiede
lagen nie in den Tönen selbst —
sondern in den Abständen dazwischen.
Zeit begann,
sich weniger wie ein Fluss anzufühlen —
und mehr
wie ein Raum.
Vielleicht war Musik nie nur Klang.
Vielleicht war sie immer
eine Art,
Zeit zu berühren.
Vielleicht ist Materie selbst nur geronnener Rhythmus.